Gesundheit
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Arzneimittel richtig einnehmen und anwenden
Für eine effektive Therapie müssen Patienten nicht nur das richtige Arzneimittel, sondern das Arzneimittel auch richtig anwenden. Eigentlich eine Binsenweisheit. Doch kaum von Arzt und Apotheke zu Hause, ergeben sich die Probleme: Wie die Tablette für die vorgesehene Dosierung am geschicktesten teilen? Was sind eigentlich Retarddragees? Und warum den Trockensaft im Kühlschrank aufbewahren? Die Antworten auf diese und weitere Fragen lesen Sie in der "Neue Apotheken Illustrierte".
Tabletten und andere feste Arzneiformen wie Dragees oder Kapseln bilden gewissermaßen die Verpackung, in der sich ein Wirkstoff befindet. Daneben enthalten Tabletten im Wesentlichen Füll- beziehungsweise Hilfsstoffe wie Milchzucker und so genannte Sprengmittel, die dafür sorgen, dass sich die Tablette auflöst.
Apotheker empfehlen Tabletten am besten im Stehen zu schlucken. So bleibt das Medikament nicht in der Speiseröhre kleben. Zum Herunterspülen eignet sich ein großes Glas stilles, Zimmertemperatur warmes Wasser. Erwärmtes Wasser würde die Tablette bereits im Mund oder während des Schluckens im Rachen anlösen; unangenehmer Würgereiz wäre die Folge. Milch, Kaffee, Tee und Obstsäfte eignen sich ebenfalls nicht, weil sie zu Wechselwirkungen mit dem Wirkstoff oder der Arzneiform neigen.
Eingewachsene Fußnägel: der Fluch zu enger Schuhe
Pumps und Stilettos sehen zwar schick aus, doch lassen sie den Zehen nur wenig Platz. Wer dann noch die Schere oder den Knipser falsch benutzt, hat schnell mit eingewachsenen Nägeln zu tun.
Schuhe, die vorne spitz zulaufen, kommen immer wieder in Mode. Sehr zum Jammer der Füße. Denn wenn der Druck auf die Zehen zunimmt, steigt auch das Risiko, dass Nägel einwachsen. Dabei leitet der Begriff »eingewachsener Nagel« in die Irre. An sich wächst nicht der Nagel in den Zeh ein. Vielmehr wuchert das Gewebe seitlich über den Nagelrand. Es entzündet sich. Die Füße tun bei jedem Schritt weh. Dauert die Entzündung länger an, bilden sich Taschen in dem Gewebe.
Bequeme, nicht einengende Schuhe beugen dem Einwachsen von Zehennägeln vor. Vor allem im Sommer empfiehlt es sich, offenes Schuhwerk zu tragen, um gänzlich den Druck von dem Nagel zu nehmen.
Erhöhtes Thromboserisiko für Diabetiker
Dass sie besonders auf ihre Füße, Nieren und Augen achten müssen, wissen die meisten Diabetiker. Doch auch Herz und Kreislauf zieht die Krankheit in Mitleidenschaft. Blutgerinnsel können die Gefäße verstopfen und Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Lungenembolie auslösen.
Bei einer Thrombose verschließt ein Gerinnsel ein Blutgefäß. Mediziner unterscheiden zwei Formen: Zum einen jene in den Arterien, also der Gefäße, die vom Herzen wegführen. Trifft ein Gerinnsel zum Beispiel die Herzkranzgefäße oder Hirnarterien, kann es einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen.
Zum anderen gibt es Thrombosen in den Venen, also den Gefäßen, die zum Herzen hinlaufen. Im Fall einer Lungenembolie gelangt ein Gerinnsel über den Blutstrom der Vene durch das Herz in die Lunge. Verstopft es dort ein Blutgefäß, kann dies das Herz plötzlich überlasten und zu einem tödlichen Herzstillstand führen.
Bei Diabetikern nimmt die Gerinnungsneigung des Blutes zu. Vor allem, wenn der Blutzucker stark schwankt, etwa nach den Mahlzeiten oder bei erhöhten Blutfettwerten. Zudem machen Entgleisungen des Blutzuckers die Innenwände der Blutgefäße klebrig. Ein Teufelskreis kommt in Gang. Blut, das leichter gerinnt, kommt mit der klebrigen Gefäßwand in Berührung. Das Risiko, dass sich ein Gefäß verschließt, steigt.
Redaktion Neue Apotheken Illustrierte / Gesundheit
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